Klösterliche Projekte

maha-bodhi-society-1.jpg

Das Kloster Bangalore wurde 1956 vom Ehrwürdigen Acharya Buddharakkhita gegründet. Heute leben und lernen in diesem Klosterareal über 100 Mönche. An verschiedenen Orten in Indien gibt es weitere klösterliche Einrichtungen wie Meditationszentren, kleinere Tempelanlagen und Ausbildungsorte für Mönche. 

Das Hauptaugenmerk dieser Institutionen liegt im Praktizieren und Erlernen der Buddhistischen Lehre, Dharma genannt. 

 

Die diversen klösterlichen Mahabodhi Institute setzen sich beherzt und mit Weisheit für die langjährige Ausbildung der Mönche ein, welche schon in jungen Jahren akademisch und spirituell geschult und gefördert werden.

 

Nebst der äusserst anspruchsvollen Ausbildung und Praxis engagieren sich die Mönche zum Wohle der Benachteiligten in der indischen Gesellschaft. 

Auf diese Weise kann unzähligen Menschen in Not in Form von Lebensmittelrationen, warmen Decken und täglichen Gebrauchsmitteln geholfen werden. Auch Patienten in den Spitälern und Altersheimen, Bettler und andere Hilfesuchende erfahren Trost und erhalten tatkräftige Unterstützung.

Solche Aktivitäten durch die Mönche in den diversen spirituellen Zentren finden regelmässig statt. Dieses gelebte Mitgefühl – „Compassion in Action“ – erreicht jährlich tausende von notleidenden Mitmenschen und gibt ihnen Kraft und Mut ihren Lebensweg zu akzeptieren.

 

Seit der Gründung der Mahabodhi sind über 300 wertvolle Dharma Bücher in Englisch, teilweise in Deutsch und in Hindi erschienen. 

Die lokale Bevölkerung wird jeden Sonntag zu Vorträgen, Gebeten und zur Meditation eingeladen. Die Besucher nutzen diese Gelegenheit rege und offerieren der Mönchsgemeinschaft Essen, Roben oder andere Bedarfsgegenstände. 

IMG_2338 Kopie.jpg
Goldene Stahlplatte

Im Meditationszentrum „Dhammadutta“ im Norden von Bangalore besteht die wundervolle Möglichkeit, an einem der unzähligen Kurse teilzunehmen. Das Angebot umfasst kurze oder längere Retreats. Diese Rückzüge zur Meditation werden jeweils von erfahrenen und weisen Mönchen geleitet. Für die Teilnehmer entstehen keine Kosten, da sämtliche Aufwendungen durch Spenden abgedeckt werden. 

Das Kloster Bangalore bietet nebst diversen Veranstaltungen auch ein 1-järiges Dharma-Studium im Theravada Buddhismus Online an (in englischer Sprache). 

Nachdem die ordinierten Mönche das anspruchsvolle Studium beendet haben, übernehmen viele von ihnen eine Aufgabe innerhalb der Mahabodhi. Sie leiten später eines der Schulprojekte oder führen ein eigenes Kloster. Nebst diesen praktischen Tätigkeiten zum Wohle der Gemeinschaft widmet sich jeder einzelne Mönch seiner eigenen persönlichen spirituellen Entwicklung. 

pilg_2014.jpg
Gradient, Rot, Gelb

Das Ziel eines buddhistischen Mönches ist es, eines Tages den leidvollen Kreislauf der Wiedergeburten zu durchbrechen und die Erleuchtung zu erlangen, so wie es Gautama Buddha vor mehr als 2500 Jahren vorgelebt hat. 

Die Mönche meditieren und praktizieren regelmässig, vertiefen sich im Studium der Lehre Buddhas und versuchen die 227 Mönchsregeln zu befolgen.  

Die Laienanhänger halten sich an die nachstehenden Regeln, um ein zufriedenes und mitfühlendes Leben führen zu lernen:

 

  1. Ich töte kein Lebewesen 

  2. Ich nehme nichts, was mir nicht gegeben ist

  3. Ich enthalte mich vom sexuellen Fehlverhalten

  4. Ich enthalte mich von Lügen und schlechter Rede

  5. Ich enthalte mich von Alkohol und Drogen

 

Diese einfachen Regeln sind für jede Person, frei vom Alter, anwendbar und beruhen auf der individuellen Bewusstseinsentwicklung. 

Der Unterschied zwischen der Laienpraxis und den klösterlichen Regeln:

 

Der buddhistische Pfad ist ein stetig steigender Stufenpfad des Geistestrainings hin zu grösserer Ruhe und Weisheit. Die Einhaltung der Verhaltensregeln hängt vom Vertrauen in die Lehren Buddhas, die gewählte Lebensweise und von der Entschiedenheit jedes Einzelnen ab, inwiefern er bereit ist auf Sinneseindrücke zu verzichten. Während ein Laie durchaus noch in einer sexuellen Beziehung im Einklang leben und gleichzeitig Fortschritte auf dem Pfad erzielen kann, so ist dies für Mönche und Nonnen ein vollständiges Tabu. Das kleinste Vergehen in dieser Hinsicht ist Grund genug, um aus der Klostergemeinschaft ausgeschlossen zu werden.

Die vielen Mönchsregeln mögen für den ungeübten Laien schwer zu verstehen sein. Sie alle haben aber einen tiefen Hintergrund und Sinn. Buddha hat diese Verhaltensregeln gegeben, um den Mönchen und Nonnen den Weg zur Befreiung ermöglichen zu helfen. 

Weitere interessante Artikel zum Thema Buddhismus finden Sie in unserer Galerie. 

DSC_0495.JPG