Handwerkliches Zentrum, Nongtaw

Das Mahabodhi Ausbildungszentrum für handwerkliche Fertigkeiten ist ein wichtiges Projekt der Mahabodhi Society Bengaluru. Es befindet sich in dem Dorf Nongtaw in Arunachal Pradesh, dem Land der aufgehenden Sonne. Es nahm seinen Anfang am 5. April 2018. Das Zentrum liegt am Fuss der Berge inmitten von herrlichen Naturwundern. Es ist umgeben von den schneebedeckten Bergen des Himalayas, wunderschönen Flüssen und Wäldern und bevölkert von Tieren, Vögeln und Insekten. Es gibt eine kleine Meditationshütte, eine Mönchsunterkunft aus Bambus mit einer Küche aus Holz.

Bhante Sangharakkhita, Leiter des Zentrums

Das Zentrum verfolgt zwei Hauptziele:

1. Die Durchführung von spirituellen Entwicklungsprogrammen mit Meditation, Dharma-Vorträgen und sonntäglichen Kinder-Camps. Wir möchten eine Wunderwelt in dieser schönen natürlichen Umgebung schaffen und in den Bergen verstreute individuelle Meditationshütten bauen für Leute, die gerne hierher kommen, um in Abgeschiedenheit zu meditieren und Zeit mit Mutter Natur zu verbringen. Daneben haben wir mit sonntäglichem Dharma-Unterricht für Kinder begonnen. Ungefähr 20-30 Kinder nehmen jeden Sonntag an diesem Programm teil. Sie lernen die fünf Tugendregeln, hören etwas über das Leben des Buddhas und die Jataka Geschichten. Es kommen nicht nur Kinder zu uns, sondern auch viele Leute aus den umliegenden Dörfern, um Dharma und Meditation von unseren hier ansässigen Mönchen zu lernen. Der Samen des Dharma wird hier gesät und wir sind sicher, dass er zu einem riesigen Dharma-Baum heranwachsen wird, der in Zukunft süsse Früchte des Glücks tragen wird. 

Kuti (Unterkunft für Meditierende)

2. Ein anderes Ziel, das wir mit diesem Projekt verfolgen ist, die Jugendlichen aus der Region als auch Mahabodhi Studenten aus Mysuru welche nach der 10. Klasse nicht studieren können oder wollen, in verschiedenen praktischen Fertigkeiten auszubilden wie Schreinerei, Kunsthandwerk, Elektrikerarbeiten, Klempnerei, Malerei und Landwirtschaft, sodass sie eigenständig werden und sich ihren Lebensunterhalt selbst verdienen können. Wir haben dabei vor allem Mädchen und Jungen im Auge, die die Schule abgebrochen haben und Gefahr laufen, in die Drogenfalle zu geraten oder anderen sozialen Übeln zu verfallen. Die Leute haben hier keine Aussicht, eine Arbeit zu finden, weder im öffentlichen Sektor noch bei privaten Unternehmen und so bleiben viele junge Leute arbeitslos und sind frustriert, selbst wenn einige von ihnen über gute schulische Qualifikationen verfügen. Dieses Projekt möchte Türen öffnen für Beschäftigungsmöglichkeiten und den vielen stellenlosen Jugendlichen aus der Umgebung Hoffnung schenken. Wir richten unser Bemühen darauf, ihre Begabungen und Fähigkeiten zu wecken, indem wir ihnen die Gelegenheit bieten, nach der sie suchen. Und wir fühlen uns verpflichtet, solche Gelegenheiten zu schaffen, die nicht nur Arbeitsmöglichkeiten hervorbringen, sondern den Jugendlichen auch dazu verhelfen, ihre Familien zu unterstützen, damit sich auf diese Weise eine wirtschaftlich gesunde Gesellschaft entwickeln kann.

Teilnehmer im Zentrum bei der Arbeit

Wir haben bereits angefangen, Gemüse und Getreide anzupflanzen, was nicht nur als Beschäftigung für die Jugendlichen gedacht ist, sondern auch bei den Bauern das Bewusstsein für die Bedeutung und den Nutzen von ökologischem Landbau schulen soll. Da dies ein sehr wichtiger Teil des Projektes ist, haben wir ungefähr die Hälfte des Landes dafür vorgesehen. Zur Zeit bauen wir Ingwer, Reis, Gemüse wie Kürbisse, Gurken, Kartoffeln, Chilis und Tapiokas und Früchte wie Papayas, Bananen, Mangos, Kirschen usw. an. Heilpflanzen werden auch noch dazukommen. Bei all dem geht es nebst der Selbstversorgung auch darum, das überschüssig Erwirtschaftete auf dem Markt zu verkaufen, um damit ein Einkommen für den Lebensunterhalt zu generieren. Um die Arbeit für dieses Projekt zu erleichtern, haben wir inzwischen einen Traktor gekauft, der uns von einer Schweizer gespendet wurde.

Melonen Ernte zum Verkauf auf dem lokalen Markt

Dieses Projekt wird einzigartig sein in dem Sinn, dass es sich um ein ökofreundliches Zentrum handelt. Wir werden damit die Natur nicht zerstören und werden die Lebewesen hier nicht stören. Wir sind der universellen Liebe verpflichtet und möchten die Natur schützen. Aus diesem Grund werden wir auch nur so wenige Bauten wie möglich errichten. Die erforderlichen Gebäude werde aus natürlichen Materialien gefertigt, ganz im Einklang mit der Natur. Sogar für die Stromgewinnung möchten wir Solarzellen u.ä. installieren.